Wer eine WordPress-Website betreibt, kennt das Spiel: Updates machen, Backups sichern, die Performance im Auge behalten. Das kostet Zeit. Seit letztem Jahr nutze ich daher für eines meiner Projekte zum ersten Mal das Managed WordPress-Paket von Hosteurope.
Nach einigen Monaten im Praxistest möchte ich meine Erfahrungen mit dir teilen. Denn das Paket ist unschlagbar günstig und läuft super stabil … hat aber eine Einschränkung, die du vor dem Kauf unbedingt kennen solltest.
Die großen Vorteile: Warum sich Hosteurope Managed WordPress lohnt
Solltest du dich für das Managed WordPress von Hosteurope entscheiden? Wenn du wenig Stress mit der Technik willst, lautet die Antwort: Ja. Für mich waren vor allem zwei Punkte ausschlaggebend:
- Der Preis: Im Vergleich zu anderen spezialisierten WordPress-Hostern ist Hosteurope verdammt günstig und bietet dennoch eine starke Performance.
- Die Automatisierung: Das absolute Highlight! Plugins, Themes und WordPress-Core-Updates werden komplett automatisch im Hintergrund aktualisiert. Man muss sich um fast nichts mehr kümmern, und das System läuft einfach rund.
Klingt nach dem perfekten Rundum-sorglos-Paket, oder? Fast. Denn nach ein paar Tagen fiel mir etwas Merkwürdiges auf.
Das Rätsel um die verschwundenen Statistik-Plugins
Als Blogger möchte man natürlich wissen: Wie viele Besucher habe ich? Woher kommen sie? Ich habe also – wie gewohnt – das beliebte Plugin WP Statistics installiert.
Kurze Zeit später der Schock: Das Plugin war plötzlich weg. Gelöscht. Einfach so. Ich dachte erst an einen Fehler, habe es erneut installiert – und zack, war es wieder verschwunden. Es wurde regelrecht automatisiert von der Plattform gefegt.
Das sagt der Hosteurope-Support dazu
Da ich mir keinen Reim darauf machen konnte, habe ich den Support nett gefragt, was da los ist. Die Antwort kam schnell, war ehrlich, aber für mich im ersten Moment ernüchternd:
Gängige Statistik-Plugins wie WP Statistics verursachen extrem viele und häufige Datenbank-Abfragen. Bei den Managed WordPress-Paketen ist das aus Performance-Gründen nicht gewünscht und daher serverseitig blockiert.
Kurz gesagt: Hosteurope filtert bestimmte Plugins rigoros heraus, um die Serverlast niedrig und die Websites der Kunden schnell zu halten. Das ist einerseits verständlich, schränkt dich als Nutzer aber natürlich ein.
Die Lösung: So trackst du deine Besucher trotzdem
Wenn du (so wie ich) das Managed-Paket wegen der Bequemlichkeit und des Preises behalten willst, musst du auf Statistiken nicht verzichten. Du musst das Ganze nur extern lösen, damit die Hosteurope-Datenbank nicht belastet wird.
Hier sind drei DSGVO-konforme Alternativen, die garantiert nicht gelöscht werden:
- Matomo Cloud (oder selbst gehostet): Die wohl beste Alternative zu Google Analytics. Wenn du es auf einer separaten Subdomain oder in der Cloud nutzt, läuft es ohne Probleme.
- Plausible Analytics / Fathom: Extrem schlanke, datenschutzfreundliche Tools, die einfach über ein kleines Skript im Header eingebunden werden.
- Google Analytics 4 (GA4): Der Klassiker – muss allerdings datenschutzkonform (mit Consent-Banner) eingebunden werden.
Fazit: Für wen lohnt sich Hosteurope Managed WordPress?
Das Managed WordPress von Hosteurope ist eine absolute Empfehlung für alle, die eine schnelle, günstige und wartungsarme Website suchen. Das automatische Plugin-Update nimmt dir massiv Arbeit ab.
Man muss sich lediglich vorab darüber im Klaren sein, dass man bei der Plugin-Auswahl nicht die absolute Freiheit hat. Wer auf Tools wie WP Statistics verzichten kann und seine Besucherzahlen ohnehin lieber über externe, datenschutzfreundliche Tools trackt, macht mit diesem Paket absolut nichts falsch!
Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Nutzt du auch Managed WordPress (vielleicht sogar bei Hosteurope) und bist schon über blockierte Plugins gestolpert? Welche Analytics-Alternative nutzt du? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare!
Verpasse auch nicht meinen Blog Beitrag zum Thema WordPress Sicherheit.